Am Sonntag, dem 1. November, um 15:30 Uhr kürt die Swiss Indoors Basel ihren Sieger: Im Finale stehen sich Jiri Lehecka und Valentin Vacherot gegenüber. Der Tscheche, Nummer acht der Setzliste, besiegte im Halbfinale den Deutschen Jan-Lennard Struff 3-6 7-5 6-4. Der Monegasse schaltete die Nummer sechs, Taylor Fritz, mit 7-6(5) 6-3 aus.
Für Lehecka ist es das zweite Finale innerhalb weniger Wochen. In Tokio, beim japanischen 500er, musste er sich Carlos Alcaraz mit 7-6(4) 6-4 geschlagen geben. In Basel kann er diese Enttäuschung in einen Pokal verwandeln: In den Turnieren, die die Seite verfolgt, gewann er zwischen 2022 und 2025 zwei Titel und stand insgesamt in sechs Endspielen.
Vacherot erreicht das letzte Match mit einer anderen Geschichte. 2025 gewann er das Masters 1000 von Shanghai, einen Titel mit 1.000 Punkten, und sein bestes Ranking, Platz 14, stammt vom 5. Oktober 2026. Nun sucht er in Basel die Bestätigung auf Hallen-Hartplatz.
Warum ist dieses Finale wichtig? Der Sieger erhält 500 Punkte, der Finalist 330; beide haben die 200 des Halbfinales bereits sicher. Keiner muss Punkte verteidigen: 2025 schieden beide in Basel in der dritten Runde aus und holten nichts. Die Seite nennt 2.775 Punkte als Obergrenze für Lehecka und 1.980 für Vacherot; ein Sieg würde dem Tschechen also das Punktekonto von Tommy Paul bringen, der in der Rangliste aktuell vor ihm liegt.
Leheckas Weg wurde immer anspruchsvoller. In der ersten Runde schlug er Stan Wawrinka 7-5 7-6(2), danach Daniel Altmaier im Achtelfinale 7-5 6-4 und Jerome Kym im Viertelfinale 6-4 6-2. Bis dahin hatte er das Turnier im Griff: in jedem Match zwei gewonnene Sätze aus zwei.
Das Halbfinale gegen Struff änderte das Drehbuch. Der Deutsche gewann den ersten Satz 6-3. Laut ATP wehrte der Tscheche einen Matchball ab, bevor er den zweiten Satz 7-5 und den dritten 6-4 gewann. Eine Aufholjagd, die viel über seine aktuelle Form aussagt.
Auch Vacherots Weg war hart, nur auf andere Art. In der dritten Runde besiegte er Mariano Navone 6-3 7-6(4), im Achtelfinale Rafael Jodar 7-6(4) 2-6 7-6(5) und im Viertelfinale Holger Rune 6-3 3-6 6-3. Alle vier Partien wurden im Tie-Break oder im Entscheidungssatz entschieden.
Im Halbfinale spielte er jedoch sein sauberstes Match: 7-6(5) 6-3 gegen Fritz, ohne Satzverlust. Der Tie-Break im ersten Satz, mit 7-5 gewonnen, war der entscheidende Moment.
Die direkten Duelle sind völlig ausgeglichen: 1-1. Das erste war 2025, zweite Runde des Masters 1000 in Paris: Vacherot gewann 6-1 6-3. Das zweite ist ganz frisch, Halbfinale des 500ers in Tokio 2026: Lehecka siegte 6-4 6-2. Zwei Spiele, zwei klare Siege, kein Satz im Tie-Break.
Das Gewicht der beiden Begegnungen ist unterschiedlich: In Paris ging es um ein Masters 1000, und Vacherot kam vom Titel in Shanghai; in Tokio um ein 500er mit dem Finaleinzug als Einsatz. Seit dem letzten Duell ist wenig Zeit vergangen, und alles ist offen. Beide Partien wurden in zwei Sätzen entschieden, und beide Male gab es einen klaren Sieger.
Zu den Zahlen: Lehecka ist der Jüngere, 25 gegen 28 Jahre bei Vacherot. 2025 beendete er die Saison mit 35 Siegen und 22 Niederlagen und einem Titel; seine Bilanz in den von der Seite verfolgten Turnieren lautet 85-68, mit zwei Titeln und sechs Endspielen. Vacherot kam im selben Jahr auf 11-4 und gewann ein Turnier. Leheckas bestes Ranking ist Platz 12, erreicht am 13. Juli 2026.
Leheckas Saison hatte Höhen und Tiefen. Er erreichte das Achtelfinale in Wimbledon und das Finale in Tokio, verlor in Shanghai aber in der dritten Runde gegen Jodar 4-6 7-6(2) 6-4 und schied in Brüssel im Viertelfinale gegen Tallon Griekspoor aus, 4-6 6-4 6-3. Von seinen letzten zehn Spielen hat er sieben gewonnen.
Auch Vacherots Herbst verlief wechselhaft. Nach dem Halbfinale in Tokio, das er gerade gegen Lehecka verlor, scheiterte er in Shanghai in der dritten Runde an Paul, 6-4 6-2, und in Lyon im Achtelfinale an Luca Van Assche, 2-6 6-4 6-4. Basel ist damit seine beste Woche seit Tokio.
Das Turnier erlebte eine intensive Woche. Im Feld standen 32 Spieler aus 18 Nationen, die Schweiz war mit fünf am stärksten vertreten, doch kein Schweizer erreichte das Finale. Vor dem letzten Akt wurden 30 Partien gespielt, mit 21 Tie-Breaks, 15 Entscheidungssätzen und einer einzigen Aufgabe. Die längste war Ben Shelton gegen Aleksandar Kovacevic: 6-7(4) 7-6(3) 7-6(4), 39 Spiele.
Die Siegerliste zeigt das Niveau. 2025 gewann Joao Fonseca gegen Alejandro Davidovich Fokina, 6-3 6-4. 2024 schlug Giovanni Mpetshi Perricard Shelton 6-4 7-6(4); 2023 und 2022 triumphierte Felix Auger Aliassime, zuerst gegen Hubert Hurkacz 7-6(3) 7-6(5), dann gegen Rune 6-3 7-5. Wer heute gewinnt, reiht sich in eine Liste junger Talente ein.
Bei ausgeglichener Bilanz ist es schwer, einen Favoriten zu nennen. Lehecka hat mehr Finalerfahrung; Vacherot hat einen gewichtigen Titel und eine Woche ohne Niederlage. Auf der Turnierseite von youaretennis.com können Sie vor dem Start um 15:30 Uhr Ihren Tipp abgeben.