13. OKT 2026

Shanghai: Bergs schlägt Alcaraz, auch Fils raus

von A. Fausto Giungato

Shanghai: Bergs schlägt Alcaraz, auch Fils raus

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Zizou Bergs hat Carlos Alcaraz gestoppt. In der Runde der letzten 32 beim Masters 1000 in Shanghai besiegte der Belgier, Nummer 40 der ATP-Rangliste, den Spanier, Nummer 3, mit 7:5 7:6(4). Am selben Tag schaltete Botic Van De Zandschulp Arthur Fils, Nummer 10, mit 7:5 6:4 aus. Zwei Top-10-Spieler an einem Tag ausgeschieden: Das Tableau sieht plötzlich anders aus.

Alcaraz kam nach einer starken Woche in Tokio nach Shanghai, wo er die Japan Open gewann und im Finale Jiri Lehecka mit 7:6(4) 6:4 schlug, nachdem er im Halbfinale gegen Jaume Antoni Munar Clar einen Satzrückstand gedreht hatte (5:7 6:3 6:1). Zum Auftakt in China hatte er Juan Manuel Cerundolo 6:3 6:3 besiegt. Auf dem Papier schien der Weg ins Viertelfinale frei.

Der Platz erzählte etwas anderes. Bergs holte den ersten Satz mit 7:5 und führte den zweiten in den Tie-Break, den er mit 7:4 gewann. Laut dem Bericht von Eurosport wirkte der Spanier nervös und kaum wiederzuerkennen; Eurosport berichtet außerdem, dass Alcaraz nach dem Spiel die Platzbedingungen kritisierte, insbesondere das Absprungverhalten des Balls. Wir halten uns an die Fakten: zwei Sätze, ein Tie-Break, der durch Details entschieden wurde, und ein Belgier, der in den entscheidenden Momenten nicht zitterte.

Für Bergs ist es ein Sieg von großem Gewicht. Der Belgier, geboren am 3. Juni 1999, schloss 2025 mit 27 Siegen und 25 Niederlagen und ohne Titel ab; sein bestes Ranking ist Platz 33, erreicht am 14. August 2026. Vor Alcaraz hatte er Vit Kopriva 6:3 6:1 und Ignacio Buse 6:0 6:3 geschlagen. In seinen letzten zehn Spielen steht er bei sechs Siegen und vier Niederlagen.

Das Ergebnis zählt auch für die Rangliste. Bergs hat 1.320 Punkte und verteidigte in Shanghai 200, die aus dem Viertelfinale von 2025. Gewinnt er sein nächstes Spiel, steigt er auf 1.520 virtuelle Punkte, und würde er das Turnier gewinnen, käme er auf 2.120: eine Zahl, die seine Saison verändern würde.

Alcaraz bleibt dagegen auf Platz 3 mit 5.860 Punkten, 4.110 weniger als der Zweite Alexander Zverev und 1.105 mehr als der Vierte Ben Shelton. 2025 kam er auf 66 Siege und 7 Niederlagen bei acht Titeln; von seinen letzten zehn Spielen gewann er acht. Bei den US Open war im Viertelfinale gegen Shelton Schluss, 6:7(5) 6:1 6:3 1:6 7:6(7).

Kommen wir zur anderen Überraschung. Van De Zandschulp, 31, besiegte Fils 7:5 6:4 und rückt mit 1.458 Punkten auf Platz 39 vor, sein bestes Ranking in der vom Portal gespeicherten Historie: sechzehn Plätze mehr als am 21. Juli. Vor Fils hatte er Daniel Merida Aguilar 1:6 6:3 6:4 und Alex Michelsen 6:4 6:4 ausgeschaltet.

Der Weg des Niederländers ist kein Zufall. Bei den US Open schlug er in der dritten Runde ausgerechnet Bergs in fünf Sätzen, 3:6 7:6(3) 4:6 7:6(6) 6:3, und in der zweiten Alex De Minaur, bevor er im Viertelfinale gegen Zverev verlor (6:2 7:5 6:1). In seinen letzten zehn Spielen hat er sieben Siege und drei Niederlagen. Nach den Rückschlägen in Chengdu (6:4 7:5 gegen Nikoloz Basilashvili) und Peking (5:7 6:4 6:3 gegen Francisco Cerundolo) hat er sein Selbstvertrauen zurückgefunden.

Für Fils ist es ein Dämpfer nach einer guten Phase. Der Franzose ist Nummer 10 mit 3.475 Punkten, 30 hinter dem Neunten Frances Tiafoe, und in Cincinnati hatte er ausgerechnet Tiafoe im Finale geschlagen, 6:3 1:6 6:0. In Tokio schied er im Viertelfinale gegen Valentin Vacherot aus (7:5 4:6 6:4); in Shanghai hatte er Pavel Kotov 6:3 6:4 besiegt, bevor er Van De Zandschulp den Vortritt lassen musste. Für die erreichte Runde erhält er 100 Punkte.

Im restlichen Tableau verdient eine weitere Geschichte Aufmerksamkeit: Tommy Paul schaltete Valentin Vacherot mit 6:4 6:2 aus. Vacherot war der Titelverteidiger: 2025 gewann er das Turnier mit einem Finalsieg über Arthur Rinderknech, 4:6 6:3 6:3, und mit dieser Niederlage verliert er die 1.000 Punkte dieses Titels. In der Runde davor hatte Paul Adolfo Daniel Vallejo 6:2 6:2 geschlagen.

Das Turnier läuft derweil mit Marathon-Zahlen weiter. 96 Spieler aus 32 Nationen stehen im Tableau, bislang wurden 79 Partien gespielt, mit 42 Tie-Breaks und 31 Spielen, die in den Entscheidungssatz gingen. Das Match mit den meisten Spielen war Yannick Hanfmann gegen Kamil Majchrzak, 6:7(4) 7:6(3) 7:6(7), insgesamt 39 Spiele. Unter den Großen sind auch Novak Djokovic, der Hubert Hurkacz 6:4 6:3 unterlag, und Holger Rune bereits ausgeschieden.

Das Achtelfinale am 13. und 14. Oktober verspricht ein spannendes Bild. Am Dienstag spielen Alex De Minaur gegen Karen Khachanov, Arthur Gea gegen Jakub Mensik, Alexander Zverev gegen Alexander Bublik und Hubert Hurkacz gegen Alejandro Davidovich Fokina. Am Mittwoch sind Daniil Medvedev gegen Stefanos Tsitsipas, Van De Zandschulp gegen Rafael Jodar, Paul gegen Bergs und Casper Ruud gegen Felix Auger Aliassime an der Reihe.

Paul gegen Bergs wird ein Prüfstein für den Belgier. Auf der anderen Seite steht ein Amerikaner, der in der Runde zuvor Vallejo nur vier Spiele überließ. Bergs muss zeigen, dass er die Leistung gegen Alcaraz ohne den Überraschungseffekt wiederholen kann.

Van De Zandschulp trifft dagegen auf Jodar, der Thiago Agustin Tirante 4:6 6:2 6:3 und danach Lehecka 4:6 7:6(2) 6:4 schlug: zwei Comebacks, das Zeichen eines Spielers, der nicht aufgibt. Der Niederländer hat Erfahrung und gute Stimmung auf seiner Seite, doch Jodar hat schon bewiesen, dass er schwierige Spiele noch drehen kann.

Für Alcaraz endet die Asien-Tour mit einem Titel, dem von Tokio, und einer Niederlage, auf der auch sein Urteil über die Platzbedingungen lastet. Für Bergs und Van De Zandschulp beginnt eine andere Phase, in der Punkte, Ranking und Selbstvertrauen auf dem Spiel stehen. Da Alcaraz, Fils, Djokovic und Vacherot bereits ausgeschieden sind, ist das Tableau in Shanghai offener denn je.

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3 Fragen zu dem, was du gerade gelesen hast.

  1. 1. Wer hat Carlos Alcaraz in Shanghai ausgeschaltet?

  2. 2. Mit welchem Ergebnis schlug Van De Zandschulp Fils?

  3. 3. Welcher Titelverteidiger verlor gegen Tommy Paul?