18. OKT 2026

Shanghai: Rein spanisches Finale Davidovich Fokina gegen Jodar

von A. Fausto Giungato

Shanghai: Rein spanisches Finale Davidovich Fokina gegen Jodar

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Shanghai bekommt ein rein spanisches Finale. Alejandro Davidovich Fokina und Rafael Jodar spielen heute um den Titel des Masters 1000, nachdem sie zwei der schwersten Namen im Tableau aus dem Weg geräumt haben: Alexander Zverev und Daniil Medwedew, beide in den Top Ten.

Die beiden Halbfinals erzählen unterschiedliche Geschichten. Jodar besiegte Medwedew mit 6-3 6-4, ohne einen Satz abzugeben. Davidovich Fokina musste einem Rückstand hinterherlaufen: Nach dem verlorenen ersten Satz (5-7) gegen Zverev gewann er die beiden nächsten mit 6-4 6-3.

Warum ist das wichtig? Zunächst wegen der Punkte. In Shanghai bringt der Titel 1.000 Punkte, das Finale 650, das Halbfinale 400. In der Live-Rangliste ist Jodar Nr. 11 mit 3.309 Punkten, 16 hinter Arthur Fils (Nr. 10) und 204 vor Novak Djokovic (Nr. 12). Davidovich Fokina ist Nr. 17 mit 2.530 Punkten – zugleich sein Karrierebestwert, erreicht am 17. Oktober 2026.

Beginnen wir mit Jodar, der zwanzig Jahre alt ist (geboren am 17. September 2006) und seit dem 25. Juli in der Live-Rangliste 14 Plätze gutgemacht hat. Sein Weg in Shanghai war alles andere als bequem: In seinen ersten vier Partien gab er jeweils den ersten Satz ab, und das Halbfinale gegen Medwedew war das erste, in dem er nicht hinterherlaufen musste.

Die Aufholjagden, eine nach der anderen: Thiago Agustin Tirante wurde 4-6 6-2 6-3 besiegt, Jiri Lehecka 4-6 7-6(2) 6-4, Botic Van De Zandschulp 6-7(4) 6-4 6-2 und Casper Ruud im Viertelfinale 4-6 6-4 6-3. Vier Spiele, vier verlorene erste Sätze, vier Siege. Dann gegen Medwedew änderte sich das Tempo: 6-3 6-4 und der Einzug ins Finale.

Medwedew hatte das Halbfinale auf solidem Weg erreicht: Jan-Lennard Struff 4-6 6-4 6-3, Dalibor Svrcina 6-2 6-3, Stefanos Tsitsipas 6-4 7-5 und Tommy Paul im Viertelfinale 6-3 1-6 6-3. Für ihn war das Halbfinale 400 Punkte wert, genauso viele, wie er bereits bei der Ausgabe 2025 in Shanghai geholt hatte.

In der anderen Hälfte des Tableaus lieferte sich Davidovich Fokina seinen Kampf mit Zverev. Der Deutsche hatte Yibing Wu 6-4 7-6(4), Quentin Halys 6-4 6-7(8) 6-3, Alexander Bublik 7-6(6) 4-6 7-6(1) und Alex De Minaur 6-4 6-4 geschlagen. In den sechs auf der Spielerseite der Website erfassten Duellen steht die Bilanz bei 2 Siegen für Davidovich Fokina und 4 für Zverev.

Davidovich Fokinas Turnier war eine Übung in Nervenstärke. Er schlug Jenson Brooksby 6-1 6-3 und gewann dann zwei Partien im Entscheidungssatz mit demselben Satzergebnis, 7-6(6): gegen Frances Tiafoe (7-6(4) 4-6 7-6(6)) und gegen Hubert Hurkacz (1-6 6-3 7-6(6)). Im Viertelfinale profitierte er von der Aufgabe von Arthur Gea beim Stand von 4-1, bevor er Zverev stoppte.

Seine Saison erklärt, warum Shanghai keine völlige Überraschung ist. 2026 hat er die Turniere in Mallorca und Chengdu gewonnen, in Chengdu besiegte er Hurkacz im Finale 6-4 7-6(7). Er erreichte das Achtelfinale in Wimbledon und das Viertelfinale in Umag. In seinen letzten zehn Partien hat er 9 Siege und nur eine Niederlage; in den letzten 30 lautet die Bilanz 24 Siege und 6 Niederlagen.

Bei Jodar ging der Aufstieg schneller. 2026 erreichte er das Finale in Washington und das Halbfinale in Montreal, dazu das Achtelfinale in Cincinnati, wo er Alejandro Tabilo 6-2 6-1 schlug. Von seinen letzten zehn Partien hat er acht gewonnen, in den letzten 30 steht er bei 23 Siegen und 7 Niederlagen. Das ist die Leistung eines Spielers, der Konstanz gefunden hat, nicht die eines Spielers, der von einzelnen Aufblitzern lebt.

Das Turnier hat bereits Marathon-Zahlen geliefert: 96 Spieler im Tableau, 172 gespielte Partien, 90 Tiebreaks, 68 Partien, die im Entscheidungssatz fielen, vier Aufgaben und zwei Walkovers. Die Partie mit den meisten Spielen war Yannick Hanfmann gegen Kamil Majchrzak, 6-7(4) 7-6(3) 7-6(7), insgesamt 39 Spiele.

Die Siegerliste zeigt, dass die jüngsten Champions allesamt Spitzennamen sind: 2025 gewann Valentin Vacherot, der im Finale Arthur Rinderknech 4-6 6-3 6-3 besiegte; 2024 Jannik Sinner gegen Novak Djokovic 7-6(4) 6-3; 2023 Hubert Hurkacz gegen Andrey Rublev 6-3 3-6 7-6(8). In diesem Jahr schied der Titelverteidiger im Achtelfinale aus: Vacherot verlor 6-4 6-2 gegen Paul.

Auch Carlos Alcaraz schied im Achtelfinale aus, geschlagen von Zizou Bergs 7-5 7-6(4). Das Tableau öffnete sich, und davon profitierte vor allem Spanien: sieben spanische Spieler im Feld, zwei davon bis ganz ans Ende. Das beste Ergebnis der Nation in dieser Ausgabe ist schlicht das Finale.

Was steht in der Rangliste auf dem Spiel? In der Live-Rangliste liegt Jodars Maximum bei 3.659 Punkten, womit er sowohl Tiafoe (3.405) als auch Fils (3.325) überholen würde. Davidovich Fokina kann auf 2.880 Punkte kommen. In den nächsten sechs Wochen muss er 430 Punkte verteidigen: 330 aus dem Finale von Basel 2025 und 100 aus dem Achtelfinale des Masters 1000 in Paris.

Nach Shanghai führt der Kalender genau nach Basel und Paris. Für Davidovich Fokina wäre ein Titel heute ein wertvolles Polster vor dem Verfall dieser Punkte; für Jodar wäre es mit zwanzig der Sprung vom aufstrebenden Spieler zum festen Kandidaten für die obere Ranglistenregion.

Zwei unterschiedliche Wege also zum selben Ziel: der Zwanzigjährige, der vier seiner fünf Partien gedreht hat, und der erfahrenere Spieler, der von Tiebreaks und kühlem Kopf lebt. Das Finale ist für heute, Sonntag, den 18. Oktober, angesetzt, und die Live-Rangliste der Website wird sich aktualisieren, sobald der letzte Punkt gespielt ist.

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3 Fragen zu dem, was du gerade gelesen hast.

  1. 1. Wer besiegte Jodar im Halbfinale?

  2. 2. Mit welchem Ergebnis schlug Davidovich Fokina Zverev im Halbfinale?

  3. 3. Wer gewann 2025 das Masters 1000 von Shanghai?