Am Montag, dem 26. Oktober, hebt sich der Vorhang für die Erste Bank Open in Wien, ein ATP-500-Turnier, das dem Sieger 500 Punkte bringt. Das Feld macht Appetit: Laut der auf der Seite veröffentlichten Spielordnung treten am Dienstag Alexander Zverev, Carlos Alcaraz, Daniil Medwedew und fünf Italiener an.
Das erste Match steigt aber schon heute um 15:00 Uhr: Tomas Machac gegen Alex De Minaur. Um 17:30 Uhr folgen Arthur Fery gegen Jacob Fearnley und Jakub Mensik gegen Lukas Neumayer. Am Dienstag ab 10:00 Uhr sind alle anderen an der Reihe: Dreizehn Partien vervollständigen die erste Runde.
Die Siegerliste verrät, was für eine Woche das ist. 2025 schlug Jannik Sinner Zverev im Finale 3-6 6-3 7-5; 2024 setzte sich Jack Draper gegen Karen Khachanov 6-4 7-5 durch; 2023 behielt Sinner gegen Medwedew mit 7-6(7) 4-6 6-3 die Oberhand. 2022 ging der Titel an Medwedew selbst, der Denis Shapovalov 4-6 6-3 6-2 besiegte, und 2021 an Zverev, der Frances Tiafoe 7-5 6-4 schlug.
Zu vergeben sind die Punkte eines 500ers: 500 für den Titel, 330 für das Finale, 200 für das Halbfinale, 100 für das Viertelfinale und 50 für das Achtelfinale. Wer vor einem Jahr gut war, muss in Wien auch Nervenstärke beweisen, denn diese Punkte verfallen mit der Ausgabe 2026: Sinner (Titel, 500), Zverev (Finale, 330), De Minaur und Musetti (Halbfinale, je 200) sowie Alexander Bublik, Corentin Moutet, Matteo Berrettini und Tallon Griekspoor, je 100 für das Viertelfinale.
Sinner ist die Nummer 1 der Weltrangliste mit 10.950 Punkten, 880 mehr als Zverev. In den nächsten sechs Wochen hat er 1.000 Punkte zu verteidigen, und Wien macht einen großen Teil dieser Rechnung aus. Unter den Partien, die die Seite für Montag und Dienstag führt, taucht sein Name allerdings nicht auf: Wir verfolgen die Spielordnung, sobald sie sich aktualisiert.
Zverev, Nummer 2 mit 10.070 Punkten, beginnt am Dienstag gegen Martin Landaluce. Er kommt nach einer Saison auf höchstem Niveau: Er gewann die US Open mit einem Finalsieg über Ben Shelton 6-3 7-6(2) 5-7 6-2 und verlor das Wimbledon-Finale gegen Sinner 6-7(7) 7-6(2) 6-3 6-4. Sein letztes Match war das Halbfinale von Shanghai, verloren gegen Alejandro Davidovich Fokina 5-7 6-4 6-3. In Wien verteidigt er das Finale von 2025, und in den nächsten sechs Wochen hat er 400 Punkte zu schützen.
Das mit Spannung erwartete Match des Dienstags ist vielleicht Alcaraz gegen Khachanov. Alcaraz ist die Nummer 3 mit 5.610 Punkten: 4.460 weniger als Zverev und 890 mehr als Shelton, die Nummer 4. In Tokio gewann er den Titel mit einem 7-6(4) 6-4 gegen Jiri Lehecka, danach war in Shanghai in der dritten Runde Schluss, besiegt von Zizou Bergs 7-5 7-6(4). In den nächsten sechs Wochen hat er nur 50 Punkte zu verteidigen.
Khachanov ist die Nummer 26 mit 2.040 Punkten, hat in Wien aber eine große Vergangenheit: 2024 war er Finalist. In Almaty schlug er Machac im Achtelfinale 6-2 4-6 7-6(7) und verlor im Viertelfinale gegen Bublik 4-6 7-6(5) 7-6(5).
Medwedew, Nummer 5 mit 3.910 Punkten, startet gegen Daniel Merida Aguilar. Der Russe kommt mit dem Titel von Almaty, wo er im Finale Nikoloz Basilashvili 6-7 6-1 6-3 besiegte; in Wien gewann er 2022 und stand 2023 im Finale. Merida Aguilar ist die Nummer 42 mit 1.195 Punkten: Seit dem 3. August hat er 21 Plätze gutgemacht, schied in Shanghai aber sofort aus, besiegt von Botic Van De Zandschulp 1-6 6-3 6-4.
Unter den Italienern trifft Lorenzo Musetti auf Tiafoe. Musetti ist die Nummer 24 mit 2.120 Punkten, hat aber gerade das Turnier in Lyon gewonnen: Im Halbfinale schlug er Flavio Cobolli 4-6 6-2 7-5, im Finale Taylor Fritz 6-3 6-4. Sein bestes Ranking ist Platz 13. In Wien verteidigt er das Halbfinale von 2025, 200 Punkte.
Tiafoe ist die Nummer 10 mit 3.380 Punkten. In New York erreichte er das Halbfinale, gestoppt von Shelton 4-6 6-3 6-3 7-5, in Shanghai verlor er in der dritten Runde gegen Davidovich Fokina 7-6(4) 4-6 7-6(6). Ein besser platzierter Gegner also, aber Musetti kommt mit Rückenwind.
Cobolli, Nummer 6 mit 3.740 Punkten, trifft auf Grigor Dimitrov. Der Bulgare ist heute die Nummer 124 mit 472 Punkten und kommt vom Challenger in Saint-Tropez, wo er in der dritten Runde gegen Edas Butvilas 7-6(3) 6-3 verlor. Für Cobolli, in Lyon von Musetti geschlagen, ist es die Gelegenheit, sofort zurückzuschlagen.
Das italienische Programm komplettieren Berrettini gegen Tomas Martin Etcheverry, wobei Berrettini 100 Punkte vom Viertelfinale 2025 zu verteidigen hat, und das Derby zwischen Luciano Darderi, Nummer 23, und Matteo Arnaldi. Ein Italiener steht damit sicher in der nächsten Runde.
Weitere Partien am Dienstag sind Cameron Norrie gegen Francisco Cerundolo, Tommy Paul gegen Andrey Rublev, Griekspoor gegen Brandon Nakashima, Jurij Rodionov gegen Basilashvili, Luca Van Assche gegen Learner Tien und Adrian Mannarino gegen Ignacio Buse.
Heute ist zunächst De Minaur an der Reihe, Nummer 8 mit 3.430 Punkten. In Peking stand er im Finale, das Novak Djokovic gewann, und in Shanghai schied er im Viertelfinale gegen Zverev 6-4 6-4 aus. Machac, Nummer 71 mit 804 Punkten, hat seit dem 27. Juli 18 Plätze verloren und kommt von einer Niederlage gegen Khachanov in Almaty.
Auch wichtige Ranglistenplätze stehen in Wien auf dem Spiel: Medwedew, Nummer 5, liegt 170 Punkte vor Cobolli, Nummer 6. Mit 500 Punkten für den Titel kann eine gute Woche diesen Teil der Rangliste schnell neu ordnen.
Alle Ergebnisse, das Turnierbild und die Spielordnung lassen sich auf der Turnierseite verfolgen, die stündlich aktualisiert wird. Auf die Dienstagspartien kommen wir zurück, sobald die ersten Urteile vom Platz vorliegen.
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3 Fragen zu dem, was du gerade gelesen hast.
1. Wer gewann die Ausgabe 2025, und gegen wen im Finale?
2. Wie viele ATP-Punkte bringt der Titel in Wien?
3. Gegen wen spielt Carlos Alcaraz zum Auftakt?